Brief

Von Johann Friedrich von Meyer (20. Dezember 1804)

Durch die Kriegsschicksale nach Frankfurt am Main verschlagen und des Umherziehens müde, müsse sich M. um auswärtige Geschäftsaufträge bemühen. Über Mißhelligkeiten mit den Aktionären des Frankfurter Nationaltheaters, die ihn veranlassen könnten, die Theaterleitung niederzulegen. Um G. nicht mißfällig zu werden, habe er den bewußten neulichen Vorfall in der JALZ (vgl. RA 4, Nr. 1594) auf sich beruhen lassen. M. bittet um Rat und Beistand, um als Herzoglich S. Weimarischer Resident oder Geschäfftsträger bey den benachbarten Höfen accreditirt zu werden. Für Frankfurt sei J. K. P. Riese berufen. Aufzählung der in Frage kommenden Höfe: Aschaffenburg, Nassau, Darmstadt, die Rheinischen Kreisconvente. Er genieße bereits das Zutrauen der Salmischen Häuser und andrer Reichsstände. Mit einem Gesuch an Herzog Karl August wolle er warten, bis er eine Antwort von G. erhalten habe.

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