Brief
Von Karl Joseph Hieronymus Windischmann (6. Dezember 1807)
Freude, daß G. mit völliger Gesundheit aus Karlsbad zurückgekehrt sei, und gute Wünsche für ein langes Leben. W. befürchtet, daß sein Buch ("Von der Selbstvernichtung der Zeit und der Hoffnung zur Wiedergeburt", Ruppert 3153) und sein Brief (RA 5, Nr. 676) G. mißfallen haben könnten, und wünscht, G.s Urteil über das Buch zu erfahren. Bitte um Mitteilung von G.s "Sammlung zur Kenntnis der Gebirge von und um Karlsbad". Bedauern, daß der ihm gewogene J. von Müller durch seinen Ruf (an die Universität Tübingen) keine Rezension seines Buches für das MBl verfassen könne, und Bitte um Nees von Esenbeck als Rezensenten in der JALZ (1807, Nr. 296). Entschuldigung, daß W. es an wirksamer Theilnahme an der JALZ fehlen lassen mußte. - Darlegung eines ihm fruchtbar erscheinenden Gedankens über die Farblosigkeit und das klare Licht des rein Plastischen [...]; wie ferner das Musikalische [...] in leichten Wellen jener Bewegungen zwischen Licht u Dunkel es zulezt [...] zu vollem klaren Ton aus der Tiefe herauf bringt [...]. - Ankündigung seiner Schrift "Über etwas, das der Heilkunst not tut" (vgl. Ruppert 5279). In der Medizin fehle es an Kunst [...] mehr als an Wissenschaft. - W. dankt G. überschwenglich für alle [...] Poesien.
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