Brief

Von Johann Heinrich Meyer (19. Juli 1808)

G.s Brief vom 3. Juli sei heute angekommen. Detaillierte Einschätzung der übersandten Gemmenabdrücke; erwähnt: Darstellungen von Köpfen, die denen des Seneca und des Merkur ähnlich seien, zwei Faune sowie eine Gruppe von Amor und Psyche. - M. habe sowohl von Vulpius als auch von Eichstädt die "Konstiution der ... Akademie der bildenden Künste" (München 1808) erhalten, auch Schellings Rede "Über das Verhältnis der bildenden Künste zu der Natur" (Ruppert 3204). Von beiden wünsche die JALZ eine Rezension (vgl. G. an Eichstädt, 1808 Januar 21, WA IV 20, Nr. 5483). M. habe Eichstädt mitgeteil, daß G. diese Schriften zusammen mit der Konstitution der Wiener Akademie der bildenden Künste rezensieren lassen wolle. Bis zu G.s Rückkehr (aus Karlsbad) wolle M. den Entwurf einer Rezension erarbeiten (M. über: "Konstitution der... Akademie der bildenden Künste", in: EBl der JALZ 1813, Nr. 57f.). - Jeden freien Tag arbeite M. an der Kopie der "Aldobrandinischen Hochzeit". - Herzog Karl August habe doch das Söllnerische Haus (für die Zeichenschule) gekauft, obwohl dessen Räume für die 400 aktiven Schüler nicht genügten (vgl. RA 5, Nr. 929). Bis zu G.s Rückkehr werde jedoch nichts beschlossen werden.

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