Brief
Von Johann Georg Lenz (21. März 1820)
Erinnerung an einen Besuch von Großherzog Karl August im Museum vor drey Jahren und Beantwortung von G.s Fragen: L. rate vom Ankauf einer Stufe blauen Bleierzes für 50 Taler ab. Er übersendet ein instructives Stück dieses Minerals aus dem Besitz der mineralogischen Sozietät. Eine Mineraliensendung aus Eisleben sei noch unausgepackt; weitere aus Ungarn, Saarbrücken, Wiesbaden, Blankenburg und Wielitzka würden im April eintreffen. - L. schickt ein kostbares Exemplar vom crystallisirten Gypsspath und ein schönes Beyspiel vom spiesigen Arragon, die leicht verwechselt werden könnten; Beschreibung der Unterscheidungsmerkmale. - An L.s "Versuch einer vergleichenden Mineralogie" werde mit Eifer gedruckt. Frage, ob er das Werk den Prinzessinnen (Maria und Augusta) zueignen dürfe. Der dritte sowie der vierte Band von seinen Metallen (im "Handbuch der Mineralogie") werden nächstens die Presse verlassen, dann würden L.s Geognosie und eine neue Auflage seiner "Erkenntnislehre der anorganischen Naturkörper" folgen.
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