Normalzeugnis Zeugnis
G. Geßner, Tagebuch 23. 10. 1797 (Neujahrsblatt Zürich 1905, S. 14)
Morgens bei Lavater. Er fragte mich ganz ruhig, ob ich Goethe gesehn? Ich sagte ihm „ja“ und erzählte vom gestrigen Abend und wie mir Goethe vorgekommen. Papa war sehr ruhig und nahm nichts im mindesten übel. Abends 7 Uhr im Schönenhof. Goethe war da zum Nachtessen; er schien nicht sehr im Strumpf zu sein. Ich fragte ihn über Vossens Übersetzung, die ihm nach guten Grundsätzen gemacht schien. Über seinen Hermann – über diese Art der Dichtung. Am Tisch über allerlei gesprochen. Erst nach 10 Uhr weg. Ich begleitete Goethe noch bis zum Schwert.
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