Normalzeugnis Zeugnis

Protokoll 27. 9. 1795 (GSA Goethe-Akten 116, IV)

Weimar d. 27 Sept: 1795. meldete sich bey Endesunterzeichnetem Goethe Georg Burkhart von Auschütz bey Stauchitz und brachte eine Probetafel von künstlichem Marmor welche er Ew: Fürstl. Schloßbau Commission vorzulegen wünschte. Er gab an daß er bey Käsebergen in Dreßden gelernt und eine größere Probe seiner Arbeit schon in Serenissimi neuem Gartenhause an einem Kammin abgelegt habe, er gab seinen Wunsch zu erkennen: sich hier niederzu laßen, wobey er nur die Aussicht wünsche künftig bey Arbeiten in dem neuen Schlosse gebraucht zu werden, da er denn bis dahin auf seine Hand sich wohl etwas zu verdienen getraue. Auf Befragen: ob er auch in Stukaturarbeit und Gypsformen die Fertigkeit habe, gab er an, daß er auch hierinnen Proben abzulegen bereit sey, ob gleich dieses eigentlich nicht für sein Metier gelten könne. Er habe einen Vetter, der hierinne sehr geschickt sey und der auf Erfordern sich zu dieser Arbeit einstellen würde. Auch werde man bey näherer Erkundigung vernehmen, daß ein Stukatur viel leichter als ein Marmorir zu finden sey, weßhalb er an Fürstl. Commission keine Fehlbitte wegen Versicherung künftiger Arbeit im Schloße zu thun glaube.

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