Brief

Von Johann Gustav Gottlieb Büsching (19. Oktober 1823)

B. übersende den 3. Band des von ihm herausgegebenen Buches H. von Schweinichens "Lieben, Lust und Leben der Deutschen des sechzehnten Jahrhunderts" (vgl. G.s Anzeige in "Über Kunst und Altertum" V 1); erwähnt: Schweinichens Ehefrauen (Margarete und Maria). Dank für G.s Erwähnung von B.s "Versuch einer Einleitung in die Geschichte der altdeutschen Bauart" in "Über Kunst und Altertum" (IV 2, im Aufsatz "Von deutscher Baukunst 1823") und Hoffnung auf ebensolche Berücksichtigung seines Buches "Das Schloß der deutschen Ritter zu Marienburg" (vgl. G. "Schloß Marienburg", in: "Über Kunst und Altertum" IV 3). - Antwort auf G.s Fragen an F. von Stein bezüglich der Marienburg: Einzelheiten über die Zerstörung der Burg, vor allem durch D. Gilly und ihre Rettung durch T. von Schön unter Verweis auf Passagen in B.s Buch; erwähnt: W. L. Häbler sowie das von J. F. Frick herausgegebene Kupferwerk "Schloss Marienburg in Preußen" nach Zeichnungen von F. Gilly (sowie von F. Rabe und F. Catel). Über die im Auftrag des Fürsten K. A. Hardenberg, des Großfürsten Nikolaus von Russland und seiner Frau Alexandra, des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III., des Kronprinzen Friedrich Wilhelm und der übrigen Prinzen von Preußen von A. Höcker ausgeführten Fenster: die Farbe sei wahrhaft in das Glas gebrannt, sodass hier am schönsten die alte Glasmalerei wieder erneuert worden. B. sei zu weitern Nachrichten gerne bereit. - Bitte um ein Lied für die Breslauer Liedertafel.

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