Brief
Von Christoph Ludwig Wilhelm Cramer (24. Januar 1817)
Erneute Bitte, ihm beim Verkauf seiner Mineraliensammlung behilflich zu sein. Im Falle des Verkaufs nach Weimar wolle C. unentgeltlich eine vollständige Suite der hiesigen einfachen und gemengten Fossilien nachliefern; Einzelheiten dazu. - Erinnerung an C.s Bücher Angelegenheit. Auf beiliegendem Blättchen seien die Titel jener Werke genannt, die er mit G.s Hilfe zu kaufen oder zu leihen wünscht. Ich habe schon viel zu meiner Absicht gethan und gesammelt, und möchte gern im Laufe dises Jahrs mein Werk vollführen. - C. müsse G. vertraulich eröffnen, daß es ihm in seinem hiesigen Dienst ganz und gar nicht gefalle. Durch seine vorjärige Unterhandlung mit Preussen zu Wiesbaden sei er in grosen Unwerth gekommen; auch sei er nicht zur Leibgarde der Frau Justitia tauglich. Er wolle sich beruflich verändern, sofern nicht bald seine völlige Pensionirung erfolge. Darlegung seiner Vorstellungen mit dem Wunsch, G. möge seine Verbindungen für ihn einsetzen. - Demnächst werde sich das Corps der ältern und neuern Mitglieder der jenaischen mineralog. Societät unter C.s praesidio in Siegen versammeln und eine Dankaddresse für ihre Aufnahme mit einigen schriftlichen und natürlichen Beweisen ihrer Erkenntlichkeit begleitet, beschliesen (vgl. RA 7, Nr. 26 und RA 7, Nr. 159).
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