Brief
Von Johann Erdmann Hummel (24. Dezember 1816)
H. sendet zwei der Kurprinzessin Auguste von Hessen-Kassel gehörende Gemälde: F. Burys Porträt der niederländischen Königin Wilhelmine und H.s Versuch [...] Mond- und Kerzen-Licht zusammen zu stellen. Mit diesem habe er beabsichtigt, deren Wirkung auf den Gegenständen darzustellen und solches nach den Regeln der Optik zu construiren (vgl. den Abschnitt "Farbige Schatten" in G.s "Farbenlehre"). Bitte um G.s Beurteilung der Bilder und Weiterbeförderung nach Kassel. - Über seine mit Bury unternommene Reise durch Deutschland und die Niederlande. Aufzählung der Stationen und Erinnerung an die Begegnung mit G. in Weimar (vgl. G.s Tagebuchnotiz vom 15. September); erwähnt: L. Cranachs d. Ä. Gothaer Altarbild mit Motiven aus dem NT. Freude über die Bekanntschaft mit den Kunstwerken niederländischer Maler; erwähnt: R. van der Weyden, H. Memling, Michael Kokzie (M. Coxcie), Q. Massys und Rubens. J. van Eyck werde als der größte Künstler dieser Schule angesehen und Bury und H. seien überzeugt, daß er auch das Danziger Bild geschaffen habe (richtig: Memling); erwähnt: die "Danziger Chronik" (von K. Weinreich). - Empfehlung von Bury an G. sowie von H. an H. Meyer und A. von Goethe.
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