Brief

Von Alois Ludwig Hirt (Mitte Februar 1818)

H. habe seinen seit November 1817 fertigen Aufsatz "Die neu aufgefundenen Aeginetischen Bildwerke" beilegen wollen; dieser erscheine jedoch erst an Ostern in den von F. A. Wolf herausgegebenen "Literarischen Analekten" (Bd. 2). G. möge indessen mit einem H. abgezwungenen Büchlein ("Die Hierodulen", Ruppert 2062; vgl. auch RA 8, Nr. 115) vorliebnehmen und mit ein paar soeben erhaltenen akad. Aufsätzen ("Über das Bildnis der Alten" und "Über den Kanon in der bildenden Kunst", Ruppert 2058 und 2064). Das erstgenannte Werk möge G. ein paar Stunden unterhalten und auch A. und O. von Goethe willkommen sein. Bedauern, daß die Stiche zu der Abhandlung zum Kanon nicht besser ausgefallen seien. - Das Bild von H. Baldung, das er mit einem Rahmen versehen und in seinem Zimmer aufgestellt habe, bereite ihm täglich mehr Freude. Er freue sich schon, es G. zeigen zu können, wenn dieser nach Berlin komme. G. solle sich dazu entschließen; er sei in H.s Wohnung willkommen. Falls er über Wittenberg reise, solle er nicht versäumen, die Kranachs in der Stadtkirche, und die Kirche Luther's zu sehen. - Dank für die bei G. verbrachten Tage (vgl. G.s Tagebuchnotizen vom 21. bis 24. September 1817).

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