Brief
Von Wilhelm von Humboldt (3. August 1810)
Da H. in einer von Unannehmlichkeiten umdrängten Lage gewesen sei, habe er das Schreiben sowie seine Antwort auf G.s Stanzen ("Maskenzug zum 30. Januar 1810", WA I 16, 215-227) aufgeschoben. Er wolle am 10. August oder wenige Tage später hier abreisen, Ende August im Mansfeldischen und Schwarzburgischen sein und danach über Eger nach Prag reisen. Vorschlag, sich in Teplitz oder Karlsbad zu treffen. Bitte um eine entsprechende Nachricht über C. von Schiller. Frage, ob G. nicht nach Wien kommen wolle. Es giebt da doch manigfaltiges Interesse für Sie. - Über Sartorius, der sich eine angebotene Staats-Rathsstelle u. Professur in Berlin durch unbillige Forderungen verscherzt habe (vgl. RA 5, Nr. 1532). Sonst steht es gut mit der Universität, meines Abganges ungeachtet. [...] mit Michaelis gingen die Lectionen u. Promotionen an. Auch die theologische Fakultät habe durch eine Akquisition (Berufung von De Wette) ihre Existenz gesichert (vgl. RA 5, Nr. 1502). Grüße an Riemer.
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