Brief
Von Philipp Otto Runge (3. Juli 1806)
Nach seiner Rückkehr von einer Rügenwanderung freue er sich, G.s Brief mit der Würdigung seiner Arbeit vorgefunden zu haben. - Gedanken zum künstlerischen Schaffen aus der Lebensfülle heraus und Darstellung des danach folgenden Erkenntnisweges. Über sein Farbenstudium. Ergebnisse seiner Überlegungen zu den Farben in 22 Punkten ("Zugabe", in: G. "Farbenlehre", Tübingen 1810). Hoffnung, daß die Radierungen ("Die Zeiten") nach den Erläuterungen deutlicher werden. Sie seien nicht von R. radiert, sondern der "Morgen" und der "Abend" von J. G. Seyfert in dresden und die beiden anderen von E. G. Krüger und J. A. Darnstedt. Ankündigung einer Skizze in Ölfarben. G.s Wunsch nach einigen Blumen (Scherenschnitten) und der Silhouette wolle R. erfüllen. - Grüße an C. G. Voigt d. J. und Frau.
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