Brief
Von Johann Heinrich Meyer (2. August 1820)
Nach eingehendem Studium der von G. gesandten Kupferstiche von W. F. Gmelin und der Aquarellzeichnungen von J. Raabe nach P. da Cortona habe M. das Nöthige darüber zu Papiere gebracht (vgl. "Kupfer von Gmelin", in: "Über Kunst und Altertum" II 3, und M.s Konzepte dazu in GSA 30/281). Abgesehen von der unvernünftigen Bestimmung (Illustration einer von der Herzogin von Devonshire veranlaßten Prachtausgabe von Vergils "Aeneis", übersetzt von A. Caro) hätten M. die Kupferstiche befriedigt und die Figuren Stratonice und Alexander sogar erfreut. Die Figuren der "Aldobrandinischen Hochzeit" lehne er dagegen völlig ab. Darüber und wegen der künftigen Ausstellung und sonsten das Institut betreffende wolle er am 6. August mit G. sprechen. Der für morgen geplante Besuch bei G. müsse wegen der Reise Großherzog Karl Augusts nach Jena entfallen.
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