Brief

Von Joseph Stanislaus Zauper (31. Dezember 1822)

Klage über verletzende Kritiken seiner "Studien über Goethe": Im "Morgenblatt" ("Literaturblatt" 1822, Nr. 72) habe der Recensent (? A. Müllner) Z. mit sichtlicher Animosität wehe thun wollen; erwähnt: die Bibel und F. Pustkuchens Gräfinn ("Gedanken einer frommen Gräfin"). - Z. werfe F. K. J. Schütz (vgl. "Goethe und Pustkuchen") Unbilligkeit vor für dessen Behauptung 'Fad sey das Meiste'. - Im "Merkur" (1822, Nr. 107) beschuldige man Z. des Plagiats von Pustkuchens "Wanderjahren", obwohl seine "Studien" ein halbes Jahr früher erschienen seien. Die vielen Druckfehler fielen zu Lasten des Verlegers (J. Geistinger). - Auch K. E. Schubarths "Zur Beurteilung Goethes" sei durch F. Wähners Rezension in den "Jahrbüchern der Literatur" (1822, Bd. 18f.) übel mitgenommen worden; erwähnt: Wähners gescheiterte Zeitschrift "Janus". - Freude darüber, daß Schütz und denjenigen seiner Gesinnung in dem bei F. A. Brockhaus erscheinenden "Literarischen Konversationsblatt" (1822, Nr. 252: "Goethe und die Frösche", unterzeichnet von 132 ) entgegengetreten worden sei. Selbst F. de la Motte-Fouqué habe sich gegen Pustkuchen gewandt und in der "Zeitung für die elegante Welt" (1822, Nr. 27) einige Karaktere göthischer Dramen in Schutz genommen. - In der Annahme, daß in Z.s "Studien" auf Seite 100 A. von Kotzebue gemeint sei, habe dessen Sohn (Otto, Moritz, August Julius oder Paul) veranlaßt, gegen Z. aufzutretten.

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