Brief

Von Christian Gottlob Voigt (22. September 1797)

V. dankt für G.s Brief vom 12. September und meldet das vollkommene Wohlbefinden Augusts. G.s Brief an Herzog Karl August (vom 11. bis 12. September, WA IV 12, Nr. 3651) habe er sofort nach Ettersburg befördert. Bei der bevorstehenden Durchreise der Badenschen Herrschaft, mit der künftigen jungen Königin von Schweden werde vermuthlich das Depositum von J. L. Boeckmann aus dem Geheimen Archiv abgeholt werden. - Bericht über die Vorarbeiten zur Neubebauung der Brandstätte in Weimar. V. erwähnt dabei Bertuchs Vorhaben, ein Industrie Comtoir zu errichten, und seinen Wunsch nach einer Apotheke. Falls G. einen jungen Apotheker wisse, möge er ihn V. empfehlen. Über J. C. Schmidts zunehmende Sparsamkeit, wie sie sich bei der Erörterung des Ankaufs von M. Bouquets "Recueil des historiens des Gaules et de la France" (Paris 1738-1786) für die Weimarer Bibliothek gezeigt habe. C. F. Schnauß habe gemeint, seit der Revolution brauche man diese Bücher nicht mehr. - Über die Deportation führender französischer Royalisten und die Reaktion der Emigranten in Weimar darauf. - Vorgestern habe V. 133 Laubtaler nach Frankfurt (vgl. RA 2, Nr. 972) und 200 Reichstaler in G.s Haus gesendet. - Zu einem beabsichtigten Besuch mit W. E. F. und K. von Wolzogen bei Schiller.

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