Verabredung Zeugnis
Schiller an Goethe 2. 2. 1797 (SNA 29, 43)
Niethammer, der diesen Brief mitnimmt, ist in der Angelegenheit nach Weimar gereißt, sich beim Geheimrath Voigt wegen einer außerordentlichen Professur in der Theologie zu melden; es ist nehmlich ein anderer philosophischer Professor Nahmens Lange darum eingekommen und Niethammers ganzer Lebensplan ist davon abhängig, daß dieser Lange der viel neuer ist als er, ihm nicht zuvorkomme. Niethammer wird Sie bitten, Ihnen seine Angelegenheit vortragen zu dürfen, und Sie werden diese arme Philosophie nicht stecken lassen. Er ist nicht so unbescheiden, Ihnen zur Last fallen zu wollen, er wünscht bloß daß Sie dem Geheimrath Voigt, und wenn es Gelegenheit dazu gäbe, dem Herzog selbst davon sagen möchten, daß Sie ihn kennen und einer solchen Beförderung nicht für unwürdig halten.
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