Brief
Von Sylvius Friedrich Ludwig von Franckenberg (23. Februar 1794)
Die preußische Verpflegungsforderung und ihre Unterstützung von seiten Sachsen-Weimars seien nicht ernst gewesen; letzteres sei aus einer von Graf J. J. von Seilern und (? J. A. J.) von Hügel unterzeichneten Erklärung vom 26. Januar (? vor dem Regensburger Reichstag) ersichtlich. J. E. Graf von Schlitz (genannt Görtz) habe es - möglicherweise als preußischer Diplomat - nicht für nötig befunden, dies nach Weimar zu berichten, ebensowenig von der kursächsischen Anregung in Regensburg. - Aus F.s Briefwechsel mit Dresden gehe hervor, daß das preußische Verpflegungsansinnen eine erste Veranlassung zur Erinnerung an die deutsche Union darstelle. Vermutung über noch ungenannte unionswidrige Pläne Dresdens. - Von Potsdam höre F., daß der preußische König Friedrich Wilhelm II. den Herzog K. W. F. von Braunschweig durchaus nicht ziehen lassen wolle. - Während der diplomatische Himmel zwischen Berlin und Wien trübe sei, helle er sich zwischen Berlin und London auf, so daß es bald Geld regnen werde. - Die Gerüchte über den nahen Abschluß eines Separatfriedens gründeten sich auf die Vorgänge mit den Republikanern in Frankfurt am Main. - F. habe an F. C. E. von Dürckheim einen Brief mit seinem alten aufgewärmten Gedanken über Volks Bewafnung übermittelt.
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