Brief
Von Johann Georg Schlosser (21. Januar 1795)
Dank für den übersandten "Wilhelm Meister" (1. Band) den G. hoffentlich fortsetzen werde. Der Harfner und Mignon seien liebe Geschöpfe und jedem Menschen nützlich, da sie die Ehrfurcht u die Liebe für das Schöne u gute erhalten. S. habe oft eben so eine esoterische Poesie gewünscht. - G.s optisches Geschenk habe S. wegen Raummangels noch nicht kommen lassen, doch werde er sich in Ansbach eine größere Wohnung mieten. Er wolle dann mit dem Studium von G.s Sachen beginnen. Bisher habe er an den Wissenschaften nur wie die Ziegen an den Knospen genagt. 1795 Januar 26 Frankfurt am Main, Nachschrift von Goethe, Katharina Elisabeth: Sie sei wegen der schrecklichen Kälte in ihrer Stube eingegraben wie der Dachs in seiner Höle.
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