Brief
Von Franz Joseph Maximilian Ferdinand Fürst von Lobkowitz (etwa 20. Oktober 1810)
Bedauern, daß ihm G.s Brief vom 22., ten, 7., bre, nicht nach Wien nachgeschickt worden sei, wo L. mit A. Brizzi hätte abschließen können (vgl. RA 5, Nr. 1543); indeßen habe ich ihm den Brief mittels Estafette nach München geschickt (vgl. RA 5, Nr. 1552). Da Graf F. Pálffy vom Kaiser Franz von Österreich zum Obrist Kammergraf in Schemnitz ernannt worden sei und L. als sein Stellvertreter (in der Theaterdirektion der Kavaliere) bereits am 25. dieses Monats nach Wien gehen müsse, könne L. zu seinem großen Bedauern nicht nach Weimar kommen, um Herzog Karl August und G. aufzusuchen und das vortreffliche Theater zu sehen (vgl. RA 5, Nr. 1543). Auch habe die traurige Catastrophe, die seine Familie betroffen habe, ihn daran gehindert, G. in Eisenberg so zu bewirten, wie es L.s Hochachtung für G. entsprochen hätte.
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