Brief
Von August Johann Georg Karl Batsch an Christian Gottlob Voigt (2. Juni 1793)
B sehe sich von Jahr zu Jahr mehr außer Stand gesetzt dem Lehramt der Botanik in Jena so vorzustehen, wie es die Ehre des Herzogs und einer so berühmten Akademie erfordere. Er habe zwar steigenden Zulauf von Hörern, aber an Mitteln fehle es immer mehr. Insbesondere mit der Botanik sehe es unglaublich kläglich aus; ja selbst in Greifgswald und Altorf giebt es hundertmal mehr kostbare und seltne Pflanzen. Bitte an V. dies alles dem Herzog vorzutragen. Außer einigen Studenten habe B. niemanden zu seiner Hilfe. Klage über den Universitätsgärtner J. D. Klippstein, der alle Gärten zu offenbaren Kohlgärten eingehen lasse, während sich B. um den academischen Garten [...] nicht bekümmern dürfe. Falls sich diese Situation nicht ändere, sehe sich B. gezwungen, nothgedrungen, um die Academie und mich nicht zu krämen, das geringste Uebel zu wählen und seine hülflosen Vorlesungen auszusetzen. - Bitte, der Herzog möge den brafen Hofgärtner F. G. Dietrich einem der Universitätsinstitute schenken Dietrich habe mit B. einerley Neigung; außergewöhnlicher materieller Zuwendungen bedürfe es nicht.
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