Brief
Von Johann Sulpiz Melchior Dominikus Boisserée (31. August 1816)
B. habe schon früher schreiben wollen, aber die glückliche Wendung bei den Verhandlungen um den Umzug der Gemäldesammlung nach Berlin liege ihm wie eine Nebelwolke auf der Seele. Durch Zufall sei ihm G.s Stück "Paläophron und Neoterpe" in die Hände gefallen, das sehr gut zu B.s Situation passe, nur müsse in seinem Fall das Alte dem Neuen Schutz geben. - In Nürnberg habe B. die Überzeugung gewonnen, daß das Alte viel zu kraftlos und unverständig sei, um das Neue in sich aufzunehmen. K. F. Zelter sei an G.s Geburtstag in Baden-Baden eingetroffen und habe am Klavier Kompositionen zu G.s Liedern gespielt, darunter den Blumenstrauß ("Blumengruß", WA I 1, 79). Seitdem höre B. alle Tage Vertonungen von G.s Liedern und lerne dabei den Dichter verstehen. - Zusammen mit Zelter habe er J. H. Jung besucht, der ebenfalls in Baden-Baden weile. Jung bedauere sein Verhalten G. gegenüber bei dessen letztjährigem Besuch (vgl. RA 7, Nr. 7). - Anfrage, ob B. noch einiges zum 2. Heft von "Über Kunst und Altertum" beitragen könne. J. B. Bertram nutze das 1. Heft bei seinen Führungen durch die Gemäldesammlung.
Bezüge im Wissensnetz
Erwähnt (3)
GZP-Knowledge-GraphAntworten darauf (1)
GZP-Knowledge-GraphHat Sprache (1)
GZP-Knowledge-Graph- Deutsch
Wurde abgesendet von (1)
GZP-Knowledge-GraphWurde gesendet an (1)
GZP-Knowledge-GraphWird angeführt von (1)
GZP-Knowledge-GraphHat Zeitspanne (1)
GZP-Knowledge-GraphKategorie (1)
GZP-Knowledge-Graph- Brief und Korrespondenz