Brief
Von Friedrich Karl Ferdinand von Müffling (3. Juni 1809)
Zur Absicht des Herzogs, einen Teil der Ackerwand Bauwilligen zu überlassen (vgl. RA 5, Nr. 1183): Ich habe nicht gewußt daß Sie gar nicht von dem Plan unterrichtet sind, und habe die Zeichnung aus diesem Grund nicht copirt. M. berichtet ausführlich über die geplante Begrenzung und Aufteilung des Baugeländes und erwähnt die Allee vor Goullon, das alte Schießhaus, das Jägerhaus und M. H. von Heydenreich. Er freue sich, daß G. im Ganzen zufrieden damit sei. Außer den bereits bekannten Baulustigen lauerten weitere, die man durch Unterschriften und Ackten knebeln muß. - Bitte um Rat: Die große Linden- und die Fichtenallee stünden in einem Winkel von 87, 0, zueinander. Giebt man den Gebäuden einen rechten Winckel so verengt sich die Straße gegen Koppenfels zu, oder soll man den Gebäuden einen Winckel von 87, 0, geben? ( O weh!). Der Herzog sei für die letzte Lösung. M. würde von den zwey Uebeln das Verengen der Straße wählen.
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