Brief

Von Johann Heinrich Meyer (14. September 1821)

Bezugnehmend auf G.s Brief berichtet M. erneut über die diesjährige Kunstausstellung und vergleicht die Qualität von L. Seidlers Kopien nach Raffael und Perugino, F. H. Hoses Kopien nach Raffael und Corregio sowie Gräfin J. Egloffsteins Kopien nach Rubens und B. van der Helst. Die Preisverteilung an die Zeichenschüler werde in diesem Jahr auf Grund vieler guter Leistungen erschwert. - Sollte F. H. Müller den von G. gewünschten Steindruck nach Ang: Kaufmann angefertigt haben, werde ihm M. die Zeichnung nach A. Mantegna (Judith und Holofernes) geben. - Das von G. H. Noehden aus London gesandte Gemälde nach einer Metope vom Parthenon (von H. C. Slous; vgl. RA 9, Nr. 900) sei kein sonderliches Werk und Noehden kein gründlicher Kenner. - Sobald G. näher komme, wolle M. ihm Nachricht geben von einem in Eisen gegoßenen und im ehemaligen (J. J. bzw. F. J.) Griesbachschen Garten aufzustellenden Werk, das Erbgroßherzogin Maria Pawlowna in Berlin habe fertigen lassen (Adler-Monument von P. Kaufmann mit G.s Versen: "Irrtum verläßt uns nie ...", "Zierlich denken ..." und "Wem wohl das Glück ...").

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