Brief
Von Barbara Schulthess (20. März 1788)
S. hoffe sehr, daß G. auf der Rückreise von Italien nach Zürich kommen werde, und bitte ihn um Mitteilung seiner Pläne. - G.s Urteil über Heinses Roman "Ardinghello" habe sie erfreut: ich weiß noch kein buch, daß ich so mit empörten gefühlen wegschmiß wie dieß. Dennoch sei sie durch die Sprache des Romans zu erneuter Lektüre gereizt worden, an der sie dann hin und wieder sogar Vergnügen gefunden habe. - S. erwarte mit Spannung G.s "Egmont" und die Neufassung des ersten Aktes von "Torquato Tasso". - Frage, ob G. einem jungen Mann, der ein Hofmann, aber kein Höfling sei, eine Stellung an einem Hofe vermitteln könne.
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