Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (11. Mai 1815)
Dank für G.s Brief und gute Wünsche für dessen Badereise. K. finde sich nach dem Gebrauch des Schwefelbades ziemlich erleichtert. Dank für die Erläuterung der Gemme; diese sei fast zu zierlich, für eine ganz antike Arbeit. - Grüße an J. I. von Gerning, falls G. ihn treffe; zu dessen Übersetzung "Erotische Gedichte von Ovid" (vgl. RA 6, Nr. 1510); Bitte um Besorgung beiliegenden Briefes. - Über G.s Festspiel "Des Epimenides Erwachen" höre K. nichts als Beifall und Lob; erwähnt: Erbprinzessin Karoline von Mecklenburg-Schwerin und der alte Philosoph (Epimenides). - F. von Schuckmann wolle K.s Sohn Karl dem Kriegsminister H. von Boyen empfehlen. - K. lege ein von ihm verfaßtes Trost und Ermunterungsliedchen bei und für G.s Sammlung ein Handbillet von S. de Boufflers (Schreckenbach 179), der ihn vor mehrern Jahren besucht habe. - Beste Wünsche für die Reise von den Seinigen; K.s Kleinster (Bernhard) wisse G.s Namen schon auszusprechen.
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