Brief

Von Christian Gottlob Voigt (23. Juni 1805)

V. schildert sein Eisenacher Leben mitten unter einer Menge Acten und Papieren, weil der Herzog so Vieles aufzuregen weiß. - L. Hummels Anliegen habe V. erledigen können, auch J. F. Ackermanns Rechnung ganz in G.s Sinne unterzeichnet. - Daß Ihnen gefällig ist, meinen Sohn etwas einzuweihen in unsre Jenaischen Constitutionen - das erkenne ich mit verbindl. Danke. - Über seine Besuche in Wilhelmsthal. In Eisenach sei er zweimal von C. V. Kindervater besucht worden und habe ihn mit G.s "Winckelmann und sein Jahrhundert" (Tübingen 1805) erfreut; dieser heitere Philologe klagt über die hiesige Barbarey. J. C. Stark d. Ä. und G. von Herder seien mit des Herzogs Befinden zufrieden. Über die Kosten des Hofes. Nun kommt das Elend der Armen dazu und macht einen fürchterlichen Contrast. Es muß um 4000 r mehr als im Etat steht, an den Chausseen gebauet werden, nur um die Menschen zu unterstützen. Das habe ich gern bearbeitet (vgl. RA 5, Nr. 156). Wolzogen sei mit den Seinigen hier und habe J. von Bechtolsheim und C. Schreiber schöne Geschenke gemacht.

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