Brief
An Johann Christian Kestner (19. Januar 1773)
Wir sind eben von Tisch aufgestanden und mir fällt euch eine geseegnete Mahlzeit zu wünschen, und eine Zeitung zu schicken, dass ihr sehet wie das geworden ist. Das Publikum hier meynt der Ton habe sich nicht sehr geändert.
Adieu lieber, grüsse mir die liebe Lotte und Lengen. und die Bubens ich binn immer der eurige. Fragt Lotten ob sie mein Portrait annehmen wollte, es ist zwar nicht gemacht, aber wenns gemacht wäre. Adieu. Grüsst mir die Dorthel auch. Da habt ihr euern Jerusalem.
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