Brief
An Carl Ludwig von Knebel (1. November 1809)
Meine Frau sendet mit den schönsten Em pfehlungen einige würzhafte Gurken und ich begleite sie mit den freundlichsten Grüßen.
Der Knabe soll für seine Zeichnungen u sein geschriebenes Blättchen gelobt werden, und nächsten Sonnabend neue Musterblätter erhalten. Wenn er nur auf diesem Wege fleißig fortfährt, so springt, eh man sichs versieht, bey der natürlichen Anlage die er hat, bey irgend einem Anlaß das Bessere hervor. Zu den Umrissen soll er seine Tusche nur stärker machen. Zum Ausschattiren kann er sie alsdann schon schwächer nehmen.
Lebe wohl u gedenke mein u laß dir Au gusten empfohlen seyn.
G
Weimar den 1 November 1809
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