Brief
Von Georg Friedrich Christoph Sartorius (26. Mai 1814)
K. Sartorius danke für G.s gar freundlichen Brief, werde ihn aber nicht beantworten, um nicht beschwerlich zu werden, wie es der sel. Laroche und anderer gelehrter Frauen Art ist. - Über K. Sartorius' Vorbereitungen für G.s Besuch in Göttingen. - Sorge darüber, ob S.s letzter Brief G. erreicht habe (RA 6, Nr. 1035); kurze Charakterisierung des Inhalts; erwähnt: F. W. Riemer. - Die Gerüchte über die politische Zukunft wechselten täglich, ohne daß jemand etwas genaues wisse. Görres übertrifft sich selbst, und totgeschossen müßt' er werden [...]. Auch der Tugendbund sei mit seinen Dolchen sehr aktiv. Hannover fühle sich aber unter Großbritanniens Schutz sicher. - Der Hoheit (? Prinzessin Katharina Pawlowna von Oldenburg) habe S. seine Memoiren (? Verfassungsentwurf für einen deutschen Bund) zugeschickt; nun arbeite er an einem Aufsatz "De occupatione et divisione" (in: "Göttingische gelehrte Anzeigen" 1814, Nr. 83). Bitte um Zusendung eines Druckes seiner Rezension von F. R. de Chateaubriand "De Buonaparte, des Bourbons" (in: JALZ 1814, Nr. 91). - Da Verwandte aus Hannover kämen, müsse S. schließen, um die Post nicht zu verpassen. Grüße dem Sumpfkönige (H. F. Schütz) in Berka.
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