Brief
Von Christian Gottlob Voigt (16. August 1806)
Über die Abdankung des römisch-deutschen Kaisers, künftig Franz I. von Österreich; diesem bleibe der Reichshofrat und die Reichskanzlei unterstellt, dagegen das Cammergericht den bisherigen Reichsgliedern. Nachrichten aus zwei Briefen des Herzogs Karl August aus Dresden, wo V.s Stafette und H. von d. Becke noch nicht angekommen seien: Österreich soll Oberschlesien und Neu-Galizien an Preußen abtreten, wogegen dieses Hannover und Westphalen hergiebt. Österreich soll durch Bosnien und Servien entschädigt werden [...]. Reflexionen über den Untergang des Reiches. Zufriedenheit darüber, daß Herzog Karl August in Kontakt mit dem Kurfürsten Friedrich August III. von Sachsen sei. Auch seien die Verhandlungen des russischen Gesandten Oubril in Paris noch nicht bekannt. - G. werde die Museumsrechnung heute abend erhalten. - Auf dem Frankfurter Römer sei kein Platz mehr für ein Kaiserporträt. - Freude über den Ankauf eines Gemäldes von Cranach für die Bibliothek (vgl. RA 5, Nr. 434). - Anspielung auf die Demütigung, die der sächsische Kurfürst Johann Friedrich der Großmütige durch Kaiser Karl V. im Schmalkaldischen Krieg erfuhr.
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