Brief

An Carl August Herzog von Sachsen-Weimar und Eisenach (12.?)

So ungern ich, besonders in Ew Durch spezial Kasse votiren möchte; so wünschte ich doch dießmal daß Sie nicht abgeneigt seyn möchten die, August Herdern bißher erzeigte Gnade, wo nicht ganz doch zum Theil, etwa als ein Adjuto für Emilen auf bestimmte Jahre zu kontinuiren. Ew Durch haben selbst Fol. 8b. beykommender kleinen Acten geäussert: daß wenn die zwey jüngeren Söhne herankämen, für dieselben wieder frisch zu sorgen seyn würde. Ich habe mich in dem Aufsatze Fol 11. davon Herders eine Abschrift erhielten, ähnlicher Ausdrücke bedient, und durch gnädige Nachzahlung der zwey Quartale haben Sie jene Hoffnungen gleichsam aufs neue belebt. Herders haben ihren Danck für diese auserordentliche Gabe gegen mich geäussert. Von unsers Herders allgemeinem Werth brauche ich nichts zu sagen; doch bemercke ich daß es in verschiednen eintretenden / Fällen, wovon ich jetzt nur den Bauplan zwischen der Jakobs und der Teichgasse nenne, es sehr erwünscht seyn würde, wenn das gute Verhältniß das ich wieder anzuknüpfen suchte, durch eine solche Gnadenbezeigung befestigt und belebt würde. Ich bitte daher, wenn Sie etwas günstiges beschließen sollten, durch mich die Nachricht geben zu lassen. Ubrigens die Entscheidung gänzlich Ihrem Ermessen anheimgebend und glückliche Reise wünschend. W. d. 13 Apr 1800 Goethe

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