Brief

Von Karl Friedrich Zelter (29. Januar 1818)

Anerkennung für die von G. übersandten Liedchen (A. Schoepkes Vertonungen von Gedichten G.s; vgl. RA 8, Nr. 3); sie knüpften musikalisch an zeitgenössische beliebte Gesangsformen an und die deutschen Worte würden aus altmelodischer Tradition heraufklingen. Über die Aufgaben des Vokalkomponisten. Z. wolle die Noten Fürst A. Radziwill mitteilen, der in diesen Tagen ankommen solle. - Wiedergabe einer Anekdote über J. L. von Heß, die ein närrischer Doktor in Hamburg [...] an der Tafel unsres Gesandten (Graf A. O. Grote) sehr puzzig erzählt habe; dabei Anspielung auf die Oper "Il matrimonio segreto" (von D. Cimarosa, Libretto von G. Bertati). - Nach der Oper "Elena" (von S. Mayr, Libretto von A. L. Tottola) wolle sich Z. erkundigen. - Über die nachteiligen Folgen des Theaterbrandes in Berlin (am 29. Juli 1817) auch auf Z.s voraussichtlich letztmalige Aufführung der Graunschen Passion ("Der Tod Jesu" von K. H. Graun und K. W. Ramler) im Berliner Operntheater; erwähnt: Graf K. Brühl. - Dank für G.s Würdigung von Z.s Fasch (Biographie über K. F. Fasch, vgl. Ruppert 86) und das Lob auf den alten König (Friedrich II. von Preußen) unter Erwähnung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. und der Memoiren der Markgräfin von Bayreuth ("Denkwürdigkeiten aus dem Leben der Königlichen Preußischen Prinzessin Friederike Sophie Wilhelmine ... vom Jahr 1709 bis 1733"). Anfrage nach dem Übersetzer. - Bemerkungen zu A. W. von Schlegel (Ruf an die Berliner Universität) und zu S. Boisserée (zu hohe Forderungen für den Verkauf der Gemäldesammlung Boisserée). Alles taxiert uns falsch; Nur die Engländer wissen wozu wir zu gebrauchen sind (? Anspielung auf das preußische Darlehen an E. Solly); erwähnt: W. von Humboldt.

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