Brief
Von Friederike Sophie Eleonore von Schardt (29. Juni 1815)
Mit ihrer Freundin (K. von Lyncker), die morgen nach Wiesbaden reise, wolle S. Grüße mitsenden. Da G. jetzt näher an den wundervollen Begebenheiten sei, erübrige es sich für S., ihm aus Weimar davon zu berichten. Von allen Wunderdingen wolle sie nur die Ruhe für sich. G.s "Bundeslied" beschreibe das heitere Fortschreiten im Leben, das selbst durch die Wehmut des Alters nicht aufgehalten werden könne. - Über K. von Schardts fünfzigjähriges Dienstjubiläum, das G. durch sein Gedicht an Schardt und K. Kirms "Frage nicht durch welche Pforte ..." gewürdigt habe. Wäre Schardt nicht abwesend, hätte er selbst seinen Dank an G. mitgeschickt. - Durch A. von Goethe erfahre S., daß G. wohlauf sei.
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