Brief
Von Friedrich Schiller (5. Februar 1796)
Freude über das Wachsen der Xenien-Sammlung und darüber, daß unter G.s neueren Xenien auch mehrere politische seien. J. F. Reichardt sei gut recommandiert, aber er muß es noch mehr werden. Daß G. mit "Benvenuto Cellini" beginnen wolle, freue S. sehr. Frage, ob G. für das 3. Stück der "Horen" (1796) einen Beitrag liefern könne. Zur Zeit habe S. noch J. F. Gerbers "Ritter von Tourville" ("Horen" 1796), und in acht Tagen benötige er die 2. Lieferung von Knebels "Elegien von Properz". Herder habe sich auf unbestimmte Zeit von den Horen dispensiert. Ich weiss nicht, wo diese Kälte herkommt. Die verspätete Auslieferung des 1. Stückes der "Horen" (1796) sei S.s Schuld. Er werde es zusammen mit einem Teil des Honorars für die Properz-Übertragungen an Knebel schicken. - Auf das 7. Buch von "Wilhelm Meisters Lehrjahren" freue sich S. wie auf ein Fest. - C. G. Körner und A. W. Schlegel wollen ihn im Frühjahr besuchen.
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