Brief

Von Johann Friedrich Rochlitz (15. März 1817)

R. habe endlich eine Zeichnung von Guercino ausfindig gemacht, könne aber nicht eindeutig sagen, ob der Künstler diese selbst gefertigt habe. Beschreibung des Blattes; erwähnt: die Kupfer von J. F. Bause. Außerdem besitze R. aus G. Winklers Nachlaß einen von herrlicher Praxis zeugenden Entwurf zu einem großen Werke, von Guercino's eigener Hand, dessen Gegenstand Christi Leichnam sei. G. finde eine Beschreibung darüber von F. W. Kreuchauf in dem alten, gedruckten Katalog des Winklerschen Kabinetts ("Historische Erklärungen der Gemälde"). Angebot, eines der beiden Werke zu erwerben. - Wiederholtes Angebot, die im Besitz von Winklers Erben befindliche Sammlung geschnittener Steine günstig (an Erbgroßherzog Karl Friedrich) zu verkaufen. - Anfrage, ob zur nächsten Messe ein neuer Roman G.s, gewissermaßen eine Fortsetzung des Meister, und darin seine Wanderjahre, erscheinen würde (erst 1821).

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