Brief
Von Marianne von Willemer (12. Mai 1820)
Empfehlungsschreiben für den Violinspieler A. J. Boucher, dessen Talent für den Musik- und Menschenkenner von grosem Interesse sei. - Bezugnehmend auf Hudhuds Rätsel (vgl. G. "Hudhud erbittet ein Neujahrsgeschenk rätselweise" und "Schön und köstlich ist die Gabe ...") meine W., daß dem früher schon abgeholfen worden sei: ein kleines Etui in dem der Name Friederike, und nebst einem bekannten Distichen, auch noch ein bekannter Name zu finden ist, enthalten das verlangte (eine Haarlocke). Auf gleichem Bogen: Nachschrift von Willemer, Johann Jakob von: Er sei noch der Alte, oder vielmehr der viel älter gewordene, auch Mariane ist die Alte geblieben; nur das Herz und die Liebe seien jung geblieben.
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