Brief
Von Christian Friedrich Schlosser (nach 5. Mai 1815)
Zu G.s Unterstreichungen in S.s Brief vom 11. Februar 1815 (RA 6, Nr. 1425): S. erkenne die Berechtigung von G.s Kritik an; er sei auch weiter mit der Bearbeitung von G.s Tafeln ("Zur Tonlehre") beschäftigt. Ausführliche Versicherung seiner Dankbarkeit und Ergebenheit. Bei seinen musikalischen Forschungen sei S., als der ungeheure Umschwung der Weltbegebenheiten eintratt, gerade mit dem physischen (im weitesten Umfange) des subjektiven Theiles fertig gewesen. Die Hauptarbeit sei dann vorübergehend ins Stocken geraten. Im Verlaufe seines Nachdenkens habe er auf leichte Weise das Gesezz der None gefunden, und er werde dieses im objektiven Theile sogleich an seiner Stelle einschalten. Gedanken zur Rezension eines Werks von J. J. de Momigny ("Cours complet d'Harmonie et de Composition") in der "Allgemeinen musikalischen Zeitung" vom Oktober 1808, auf welche er bei litterarischem Umherschweifen gestoßen sei. - Freude auf G.s Ankunft am Rhein. - Dank für G.s Unterstützung bei S.s mineralogischen Forschungen; die Anschaffung und Aufstellung der Mineralien erfolge sogleich nach G.s Angaben. - Über das ernsthafte Studium der niederländischen Meister. - Die H. Düringsche Singakademie entwickele sich, stehe aber noch immer im Beginnen. - Das schöne Siegel ziere bereits S.s kleine Sammlung; G. werde in S.s Nähe einige trefflich geschnittene Steine finden. - Empfehlungen von seiner Mutter (Margarete) und Schwester (Susanna); sein Bruder (Fritz) sei noch in Wien.
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