Brief

Von Johann Heinrich Meyer (19. Juli 1824)

M. wolle die Rückreise W. E. C. Huschkes nutzen, um G. für seinen Brief und das beigefügte Heft von "Über Kunst und Altertum" (V 1) zu danken; erwähnt: C. Huschke. M. habe das Heft nur zum Teil gelesen und es vor vier Tagen verborgt; Vermutung, dass es unter den Badegästen kursiere. M. helfe sich mit der "Allgemeinen Zeitung" und der Lesebibliothek aus. - Von Kunstsachen ist wenig auf dem Platz, lediglich F. Zimmer biete einige Bronzen minderer Qualität an, ein anderer zweifelhafte Gemälde, die aber niemand kaufe. - Aus Belvedere werde M. berichtet, dass man mit F. Soret als Erzieher des Prinzen Karl Alexander sehr zufrieden sei. Glückwunsch an G. und sich zur Auswahl Sorets mit dem Zitat von G. 'So half der Himmel nur den Kühnen' (aus: "Was wir bringen"). - Spätestens in 14 Tagen werde M. über Dresden, wo er ein Paar Tage verbringen wolle, nach Weimar zurückkehren; erwähnt: G. H. Schaller. - M. sei auf die Übersetzung der Neugriechischen Gedichte [...] recht neugierig ("Chants populaires de la Grèce moderne", hrsg. von C. Fauriel), befürchte aber, den Gedichten sei das französische Gewand nicht günstig; erwähnt: die von G. veröffentlichten Proben ("Neugriechisch-epirotische Heldenlieder", in: "Über Kunst und Altertum" IV 1).

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