Brief
Von Karl Ernst Schubarth (22. November 1819)
S. entgegnet auf eine Stelle in G.s Brief, daß es ihm seine gegenwärtige Lage [...] vor der Hand nicht erlaube, sich von Büchern und ihnen ähnlichen Wesen, die seit seinem 16en Jahre sein meister Umgang sind, schon völlig loszureißen. Er erwarte lebhaft das künftige Frühjahr, in dem er seine Volljährigkeit erlange, um hinfort im Stande zu seyn auch nach außen sich freyer zu bewegen, und an die Welt mehr anzuschließen; erwähnt: sein erster nunmehr verstorbener Vormund. Wenn S. nach Breslau, der Hauptstadt seines Vaterlandes zurückgekehrt sein werde, wolle er sich beim dortigen, für Kirche, Schule und Wissenschaft zuständigen Konsistorium um eine Stelle bewerben und, wenn ihm noch etwas Zeit gegeben werde, das bisher mit Neigung Betriebene nach Kräften fortsetzen und vermehren. Die fehlende Empfehlung könne für ihn als Preußen kein Hindernis sein. - Die Kürze der Schreiben G.s mache S. freylich manchmal mißmüthig und unsicher. Trotzdem sei er dankbar für jede Äußerung.
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