Brief
Von Christoph Martin Wieland (25. Dezember 1800)
W. entschuldigt die Verspätung seines Dankes für die "Propyläen" III 2 mit dem späten Eintreffen seines Romans "Aristipp" (1. und 2. Bd.; vgl. Ruppert 1199), den er mitsenden wollte. Unter Anführung des Horazzitats, quem omnis color decuit et status et res ("Episteln" I 17), hofft er auf G.s Anerkennung des "Aristipp". Sie würde ihn für alle übertriebene Lobsprüche und allen schiefen Tadel [...] von den Partegängern (den Brüdern Schlegel) entschädigen. - G. möge ihm im 19. Jahrhundert seine Freundschaft erhalten, die im lezten Viertel des 18ten sein Stolz u. ein wesentlicher Theil seines Glückes gewesen sei.
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