Brief

Von Christoph Ludwig Friedrich Schultz (12. Juni 1824)

S. wolle G. über eine Nachricht im "Hamburger Korrespondenten" beruhigen, wonach er um Dienstentlassung (als Regierungsbevollmächtigter für die Universität) gefordert habe. Darstellung seiner gegenwärtigen Lage. - Dank für die Zusendung des 12. der kleinen Hefte ("Über Kunst und Altertum" IV 3); diese Hefte seien S. unentbehrlich. Hoffnung, dass das enthaltene Register nicht die gesamte Reihe beschließe. - S. genieße täglich H. Meyers "Geschichte der bildenden Künste bei den Griechen", deren Fortsetzung G. unterstützen solle. - Leider habe C. Rauch den Stich einer für G. gedachten Zeichnung von den Erscheinungen des Sonnenbildes am Osthorizonte bei Sonnenuntergang, beobachtet von S. 1823 in Salzbrunn, nicht ausgeführt; erwähnt: G.s Gegenüberstellung dieser Beobachtung mit denen von J. B. G. M. Bory de Saint-Vincent (im 3. Band der "Voyage dans les quatre principales iles des mers d'Afrique"; vgl. RA 10, Nr. 525). S. habe beabsichtigt, diese Zeichnung mit seiner Exposition für "Zur Naturwissenschaft überhaupt" einzusenden (als Nachtrag zu seinem Aufsatz "Über physiologe Farbenerscheinungen", in: Heft II 1). - Freude über eine jüngst erworbene, etwa 40 Objekte umfassende Gemäldesammlung. Aufzählung von 14 Gemälden dieser Sammlung, vorwiegend zur italienischen Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts; dabei erwähnt: G. Poussin, Parmigianino, Correggio, G. Reni, A. Carracci, B. Luini, Leonardo da Vinci, P. da Cortona, Domenichino, F. Barocci, A. Mantegna, Sebastiano del Piombo und Pordenone. - Grüße an G.s Familie.

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