Normalzeugnis Zeugnis

P. Götze an Goethe 7. 3. 1822 (Roethe S. 184)

Ew Excellenz muß ich unterthänig um Verzeihung bitten; daß mir von der Reise von Düsseldorf über Duisburg (zählte zu jener Zeit 60 Studenten) Münster Paderborn Cassel nach Weimar, nichts mehr aus den alten Schädel will, ich mag schütteln so viel ich mag. Erhebliches ist auf dieser Reise außer den ganz schlechten Wetter und Wegen, auch nichts vorgefallen, als daß wir in Münster vor Emigranten nicht unterkommen, und Sie in der Gaststube auf einen Stuhl über nachten mußten, den andern Tag aber bei der Fürstin (ich glaube Galicin) Einquartirten. Daß wir auf diesem ganz schlechten Wagen Wegen? nach Paderborn, nicht mehr mahlen mit unsrer ganz leichten Casse, (auf das Geschwäzze der Postillione welche behaupteten; das schwere von Jacobische Fahrzeug, müße gänzlich mit Gold angefüllt sein) angefallen und geblindert worden ist mir noch ein Räthsel. Besonders wie uns Einer bei einer stürmischen ganz finstern Nacht, mit den Vorgeben: seine Pferde könten das Ding nicht mehr fort bringen, in eine ganz schlechte Herberge anfuhr und den Tag erwarten mußten, (Wo weiß ich nicht mehr.)

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