Brief

Von Friedrich Bury (30. September 1800)

Bericht über die vor der akademischen Ausstellung durch A. L. Hirt veranlaßte Privatausstellung mit B.s Porträt von G. und sechs anderen Zeichnungen B.s; einige 80 personen waren im ganzen da. Viele vermuteten das Porträt auch auf der nachfolgenden Ausstellung zu sehen, so auch Herzog Karl August. Diesem und der königlichen Familie habe B. seine Gemälde dann im königlichen Palais vorführen müssen und dabei auch die Kopien "Christus" (nach Leonardo da Vinci) und "Magdalena" (nach G. Reni) verkauft. Im Auftrag des Herzogs porträtiere B. seit dem 25. September in Potsdam die Prinzessin Therese M. A. von Thurn und Taxis; am 26. September sei der Herzog abgereist. - Von J. Genelli, den er persönlich kenne, lerne B. viel. Beiliegend eine Kritik Genellis über das Porträt von B. und das der Königin Luise von F. A. Macco. Ausführlich über die unterschiedlichen Urteile zu B.s Porträt, das er nun an den Grafen E. F. H. von Münster-Ledenburg zur Beurteilung nach Hannover geschickt habe. - B. werde auch Hirt auf seinem Wunsch hin malen und ein Kopfbild Fichtes zeichnen. - Abfällige Kritik an der derzeitigen Kunstausstellung in Berlin, bei der mit einer solchen Ernsthaften Sache spaß gedrüben werde.

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