Brief
Von Karl Ludwig von Knebel (2. Dezember 1820)
Dank für G.s holdes Andenken an K.s Geburtstag und die Übersendung des Kunstwerkes von F. Tieck (vier Basreliefs von K.s Profil, überbracht am 27. November durch K. Stadelmann), dem K. (in seinem Brief vom 2. Dezember) danken werde. Bernhard sei über G.s Zeilen ("Den November, den dreißigsten ...") sehr glücklich. - G.s Aufsätze im neuesten Heft "Zur Morphologie" (I 3) habe K. mit innigster Freude studirt. Mit G.s Abhandlung "Entoptische Farben" (in: "Zur Naturwissenschaft überhaupt" I 3) sei er noch nicht ganz zu Rande. - Die Vorrede zur Übersetzung des Lukrez sei noch nicht fertig. Es fehle am Glühfeuer des Geistes, die Materialien zusammen zu schmelzen. - Zu K.s Koliken und den strengen Sittenlehrern, die an seiner Diät, etwas auszusezen wußten; erwähnt: O. von Goethe und K.s Familie. - Grüße an H. Meyer.
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