Brief
Von Gottlieb Anton Christian Niemeyer an Christiane Vulpius (15. November 1805)
N. kündigt seine Reise nach Weimar an, die er nach der Regulirung des Nachlasses seiner Mutter (M. C. Niemeyer) antreten wolle. Bitte, ihm ein Zimmer zu besorgen, wie C. Vulpius versprochen habe. - Bedauern, zu Schillers Todtenfeier (dramatische Aufführung von Schillers "Glocke" mit G.s "Epilog zu Schillers Glocke" am 10. August in Lauchstädt) nicht mehr in Lauchstädt gewesen zu sein. Hoffnung, daß beikommendes Trauerspiel (N.s Bearbeitung von Corneilles "Cid"), das C. Vulpius zusammen mit dem Brief G. überreichen möge, eine Aufführung in Weimar erlebe (am 30. Januar 1806). - Halle habe er verlassen und lebe seit einigen Wochen bei seinen besten Freunde, dem Stadtrichter Honigmann in Mansfeld, wo er sehr viel arbeite. Freude auf den Besuch in Weimar. Empfehlungen an August und Riemer.
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