Brief

Von Heinrich Karl Friedrich Peucer (2. September 1820)

P. habe nach seiner Rückkehr aus den oberrheinischen Gegenden am 16. August von W. C. Günther G.s Brief mit der Angelegenheit des jungen Bittstellers (C. W. L. Schwabe) erhalten. Dessen Gesuch, vor zurückgelegtem 24sten Lebensjahre die gutwillige Schöne (R. Schmidt) zu heiraten, berühre ihrem factischen Gehalte nach die Landesdirektion und das Oberkonsistorium. Ausführlich zu den Voraussetzungen, unter denen eine stille Trauung gestattet würde; dabei erwähnt: P. von Motz und J. G. Marezoll (vgl. RA 9, Nr. 629). - Grüße von J. H. von Dannecker, S. und M. Boisserée, Bertrand (J. B. Bertram) und F. von Matthisson aus Stuttgart. Dannecker wünsche, G.s Büste wie Schillers seine, modelliren zu dürfen; die Unpässlichkeit seiner Frau halte ihn von einer Reise nach Weimar ab. Von C. Rauchs und F. Tiecks gleichartiger Unternehmung (vgl. RA 9, Nr. 354) sei Dannecker noch nichts bekannt. - Über den Aufenthalt (gemeinsam mit F. Schmidt) bei D. Arnold in Straßburg. Arnold bitte um Erlaubnis, "Notices historiques, statistiques et littéraires sur la ville de Strasbourg" von einem seiner Collegen (J. F. Hermann) übersenden zu dürfen; erwähnt: Arnolds "Der Pfingstmontag". - G.s Geburtstag habe P. bei L. F. von Froriep gefeiert.

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