Brief
Von Georg Friedrich Christoph Sartorius (24. Juni 1804)
S. entschuldigt sein langes Schweigen mit seinem schlechten Gesundheitszustand. Er beabsichtige, in das Bad nach Driburg zu gehen, und wäre glücklich, wenn er dort mit G. einige freye Wochen verleben könnte. Wegen seines vereitelten Besuches in Weimar habe ihn G.s Schilderung über den vorbereiteten Empfang ganz wehmüthig gemacht. - G.s Aufträgen für die Universität Charkow zufolge habe sich S. erkundigt, sei jedoch nicht sehr erfolgreich gewesen. C. Meiners kenne im Darmstädtischen einen Mann, der als Schriftsteller in der Thierarzneykunst berühmmt sei und als Professor an eine russische Universität gehen würde (M. H. F. Pilger). Bitte um die näheren Abstellungsbedingungen. Für Staatswirthschaft, Statistik pp wisse S. niemanden, denn die einigermaßen bekannten Herren in diesen Fächern hätten abgelehnt. - Auf einen Brief von Eichstädt wegen der Rezensionen für die JALZ habe er nicht antworten können. G. möge ihn entschuldigen. Die Rezension von Graf von Wallmoden-Gimborns "Historischer Berichtigung über die durch die Okkupation des Kurfürstentums Hannover veranlaßten militärischen Maßregeln" (hrsg. von K. W. Koppe, 1803) müsse er ganz ablehnen. Freude über das Gedeihen der JALZ; doch hätte er die Rezension von C. F. D. de Villers (J. G. Eichhorn über: Villers "Essai sur l'esprit et l'influence de Luther", in: JALZ 1804, Nr. 124) lieber von einer andern Hand gewünscht und gern die Medaille von der andern Seite gezeigt.
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