Brief
Von Georg Heinrich Franz Nicolovius (14. August 1818)
Dank für die ihm durch G. so ausgezeichnet bewiesene Liebe. Entschuldigung wegen seines stillen und ruhigen Wesens, das vielfach als wunderlich und eigensinnig angesehen werde. Bitte an G., ihm einen Weg anzuzeigen, daß er dem heiteren Leben wiedergewonnen werden könne. - Über seinen kürzlichen Besuch in Weimar bei O. von Goethe und Ernst von Schiller; erwähnt: dessen Familie und A. von Goethe (vgl. RA 8, Nr. 451). Mit Schiller sei er jetzt nicht selten zusammen, da sie in mehrern Dingen gar wohl übereinstimmen. - Die Studenten in Jena hätten eine nicht unwichtige Krisis glücklich bestanden. Es habe sich herausgestellt, daß die Burschenschaft mit der so genannten akademischen Freiheit nicht vereinbar sei; zu Verbesserungen dieser Organisation. - Geburtstagsglückwünsche.
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