Brief
Von Friedrich Schiller (8. Dezember 1797)
Daß G. vor dem geplanten "Tell" noch am "Faust" arbeiten wolle, könne sich auf den "Tell" nur positiV auswirken. - Am "Wallenstein" arbeite S. intensiv, jedoch habe das pathologische Interesse der Natur an einer solchen Dichterarbeit [...] viel angreifendes. Dennoch hoffe S., den "Wallenstein" noch im Sommer 1798 in Weimar aufgeführt zu sehen. In Ruhestunden beschäftige er sich bereits mit den "Maltesern". Dieses Stück wird eben so einfach behandelt werden müssen, als der Wallenstein compliciert ist [...]. Frage, woher die Einteilung eines Dramas in Akte herrühre, auf die S. allerdings bei den "Maltesern", die er ganz in der griechischen Form ausführen wolle, verzichten werde. - Nachrichten über K. F. Graf von Geßler. Vermutung, daß W. von Humboldt inzwischen in Paris sei.
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