Brief

Von Johann Heinrich Meyer (8. Mai 1820)

K. Conta überbringe diesen Brief. - Dank für das von G. empfangene Geld. - M. sehe sich gemäß G.s Auftrag im Lithographischen Institut (F. H. Müllers) um; das Blatt nach Vandyck (Bildnis C. de Crayers von A. van Dyck) sei bereits fertig geworden und so leidlich als viele der Münchner Blätter auch sind (aus dem Lithographischen Institut von N. Strixner). K. Lieber wolle eine Landschaft auf Stein zeichnen. - Beim Vergleich mit den Originalzeichnungen Bayerischer Künstler (u. a. L. Ekeman-Allesson, F. Gärtner und H. Heß; vgl. "Sammlung von Originalhandzeichnungen") habe M. festgestellt, daß die gegenwärtige Leistung des Steindrucks noch gar zu unreif und mangelhaft sei; daher rate er von der geplanten Vorstellung dieser Technik in "Über Kunst und Altertum" (II 3) vorerst ab (vgl. M. "Über Lithographie und lithographische Blätter", in: ebd. III 2). - M. habe die Rezension des Bildes aus Cassel begonnen (vgl. M. "Drei singende Engel, Halbfiguren in Ölfarben gemalt von Herrn Ruhl in Kassel", in: ebd. II 3). - S. Buttstaedt biete einige Geschnittene Steine an, darunter ein sogenannter Pichler (von ? J. A. Pichler d. J.); Überlegungen dazu; erwähnt: der Erwerb der Kupferstiche von K. M. Metz nach Michelangelos "Jüngstem Gericht" (vgl. RA 8, Nr. 1071 und RA 8, Nr. 1107). - Falls Erbgroßherzogin Maria Pawlowna wie angekündigt einen Boten zu G. schicke, wolle M. diesem die Korrespondenz mit K. B. Hase mitgeben, um G.s Meinung in der Sache (vgl. RA 9, Nr. 173) zu erfragen.

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